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Milben im Hühnerstall – Mit diesen einfachen Tipps vorbeugen

Wie beugen Sie vor, um Ihre Hühner vor Milben zu schützen? Zu jeder Jahreszeit – besonders aber dann, wenn die Temperaturen nach dem Winter in die milderen Plusgrade klettern – kann es zu Milbenbefall im Hühnerstall kommen.

Die Nachkommen der Parasiten wachsen in versteckten Nestern im Stall heran und krabbeln dann normalerweise nachts ins Gefieder der Hühner, wo sie Blut saugen. Das ist nicht nur für Ihre Tiere unangenehm, sondern stellt auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko für sie dar.

Auch wenn die Milbenzahl mal außer Kontrolle geraten sollte, ist es noch nicht zu spät. Mit einer aufwendigen Reinigung im Hühnerstall können Sie die Schädlinge auf ein Minimum reduzieren. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen Frühjahrsputz gibt Ihnen wertvolle Tipps dazu.

Wie Sie den Parasiten von Anfang an vorbeugen können, erfahren Sie hier.

Wie schütze ich meine Hühner vor Milbenbefall?

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie schon ergreifen können, bevor Milben die Überhand gewinnen. Ob durch Reinigung, Staubbad oder altbewährte Hausmittel: Sie können langanhaltend dafür sorgen, dass Ihre Hühner gesund und weitestgehend milbenfrei durch das Jahr kommen.

Milbenfreier Hühnerstall vorprogrammiert

Schon bei der Anschaffung oder beim Bau Ihres Hühnerstalls können Sie darauf achten, Milben später keine Chance zu geben. Wenn Sie einen Stall kaufen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf seine Größe und eventuelle Spalten und Löcher.

Wenn der Stall so groß ist, dass Sie ihn komfortabel betreten können, wird sich das spätestens bei der ersten Reinigung auszahlen. Genauso wichtig ist es auch, dass es wenig Löcher und Ritzen gibt, die Milben und anderen Parasiten ein Versteck bieten könnten.

Wenn Spalten und Ritzen nicht zu vermeiden sind, empfiehlt es sich, diese schon vor dem Einzug der Hühner mit Silikon oder Gips abzudichten. Das Dichtmaterial muss später natürlich regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden.

Besonders die Stellen, an denen sich Ihre Hühner oft aufhalten, sollten gut gegen Milben präpariert sein. Das betrifft beispielsweise die Sitzstangen. Bringen Sie an den äußeren Rändern einfach doppelseitiges Klebeband an. Die Milben können dann nicht unbemerkt über die Stangen ins Gefieder der Hühner klettern, weil sie kleben bleiben.

Falls die Hühnerstangen aus Holz sind, hat sich Speiseöl bewährt. Bestreichen Sie die Stangen anfangs alle paar Tage. Nachdem sie vom Öl gesättigt sind, wiederholen Sie den Vorgang nur noch einmal im Monat. Die Parasiten haben so keinen Halt mehr.

Weiterhin haben Milben schlechtere Überlebenschancen, wenn eine gute Belüftung und ein trockenes Klima im Stall gewährleistet sind.

Hühnerstall reinigen – wie oft?

Natürlich ist eine gründliche Reinigung nicht nur im Notfall unbedingt zu empfehlen. Regelmäßig und besonders im Frühling sollten Sie Ihren Hühnerstall sorgfältig reinigen. Das beinhaltet nicht nur einen vollständigen Tausch der Einstreu, sondern auch ein Abschrauben aller losen Teile und ein komplettes Abspritzen mit dem Hochdruckreiniger – sofern Ihre Stalleinrichtung dieses erlaubt.

Noch häufiger, nämlich 1 Mal in der Woche, sollten Sie den Stall ausmisten. Tauschen Sie auch dabei die Einstreu aus und reinigen Sie den Boden, die Sitzstangen und die Legenester der Hühner. Um diese Flächen zu desinfizieren, geben Sie einen großzügigen Schuss Essig in einen Eimer mit Wasser und wischen Sie sie damit ab.

Eine hervorragende Maßnahme ist es außerdem, den Stall im Anschluss an jede Reinigung mit Effektiven Mikroorganismen, kurz EM, zu besprühen. Hierbei handelt es sich um einen fermentierten Kräuterextrakt, der das Milieu des Hühnerstalls verändert. EM bekämpft Gerüche, indem Fäulnisprozesse reduziert werden. So schützen Sie die Atemwege Ihrer Hühner vor den dabei entstehenden Gasen.

Falls der Milbendruck in Ihrem Stall bekannt ist, können Sie zusätzlich Wände, Boden und Stangen mit Branntkalk behandeln. Streichen Sie dafür ungefähr 2 Schichten Kalk mit einem Pinsel auf die angefeuchtete Fläche. Kalk beugt Milben vor und hat durch seine weiße Farbe den zusätzlichen Vorteil, dass Sie die Parasiten besser sehen können. Tragen Sie erneut Kalk auf, wenn die Tiere den Belag an vielen Stellen abgearbeitet haben.

Staubbad für Ihre Hühner gegen Milben

Ein Staubbad im Hühnerstall ist nahezu unumgänglich um zu verhindern, dass Milben der Gesundheit Ihrer Hühner schaden. Und ganz nebenbei werden Ihre Tiere das Hudern im Sandbad genießen!

Sie benötigen nur eine Wanne oder eine Kiste. Stellen Sie diese unbedingt überdacht auf! Ideal ist dafür der Stall bei ausreichend Platz. Draußen riskieren Sie, dass das Staubbad bei Regen zu einer Matschgrube wird. Dann wird das Hudern unmöglich und Ihre Hühner können ihr Gefieder nicht mehr einpulvern.

Cumbasil® Mite bietet Ihnen die Möglichkeit für ein chemiefreies Staubbad frei von Nanopartikeln. Das Mineralpulver hat erstklassige Hafteigenschaften. Beim Baden der Tiere haften die Partikel im Gefieder Ihrer Hühner. Für Parasiten wird das Durchkommen fast unmöglich – und ganz nebenbei verhelfen die Minerale Ihren Tieren zu einem glänzenderen Federkleid.

Beim Einschütten kann eine Staubmaske Ihre Atemwege schützen! Falls Ihre Hühner das Staubbad noch nicht umgehend annehmen, haben Sie bis zu vier Wochen Geduld und geben Sie den Tieren Zeit, sich in die Wanne vorzuwagen. Übrigens: Das Einmischen von 20 % Blumenerde kann die Annahme von künstlichen Staubbädern fördern.

Solange Cumbasil® Mite trocken bleibt und regelmäßig durch Harken belüftet wird, können Sie die Wanne bei Bedarf auffüllen. Damit bieten Sie Ihren Hühnern eine Aktivität, die sie zur Gefiederpflege und zur Beschäftigung lieben werden.

Alternativ kann auch herkömmlicher Spielsand in der Wanne verwendet werden. Die Hühner werden auch darin gerne hudern. Allerdings haftet der Sand nicht so gut wie Cumbasil® Mite und ist deshalb in seiner Wirksamkeit gegen Parasiten nicht annähernd so effektiv.

Hausmittel zum Vorbeugen gegen Hühnermilben

Hausmittel haben sich über Generationen als ein wirksames Mittel gegen Hühnermilben bewährt – vorbeugend und bei akutem Befall. Außerdem halten auch andere Insekten Abstand, z. B. Mücken.

Essig:
Neben der Desinfektion können Sie Essig ohne Bedenken auch direkt auf Ihre Hühner auftragen. Verdünnen Sie dafür etwas Essig in Wasser und massieren Sie die Haut und Federn der Tiere damit ein.

Knoblauch:
Ein weiterer Milbenschreck ist Knoblauch. Sie können Knoblauchzehen im Stall aufhängen, oder Knoblauchsaft in einem Verhältnis von 1:10 mit Wasser mischen. Auch Knoblauchsaft können Sie direkt im Gefieder oder als Spray anwenden.

Rainfarn:
Die Heilpflanze (Chrysanthemum vulgare) wird schon seit Jahrhunderten gegen Ungeziefer eingesetzt. Im Hühnerstall aufgehängt kann Rainfarn Wunder gegen Schädlinge bewirken. Aufgepasst! In hoher Dosierung kann die Pflanze giftig sein.

Lavendel, Teebaum, Minze & Co.:
Ätherische Öle sind unschädlich für Mensch und Tier, vertreiben aber Schädlinge. Um diese anzuwenden, verdünnen Sie einige Tropfen mit Wasser. Auf 5 Liter Wasser reichen 5 Tropfen! Füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche und versprühen Sie sie alle paar Tage im Stall.

Walnussbaumblätter:
Gerade im Herbst können Blätter vom Walnussbaum Ungeziefer vertreiben. Hängen Sie das Laub zunächst zum Trocknen an die Stalldecke. Anschließend mischen Sie es unter die Einstreu. Ganz nebenbei duftet der Hühnerstall herrlich!

Seifenlauge mit Spiritus:
Mischen Sie eine Seifenlauge mit etwas Spiritus und lauwarmen Wasser (2 % Lsg.) an. Wenn Sie Milbennester im Stall entdecken, besprühen Sie diese mit der Mischung. Vogelmilben haben eine empfindliche Wachsschicht, die sie vor dem Austrocknen schützt. Die Laugenmischung greift diese Schicht an und trocknet die Milben aus. Für Ihre Hühner ist die Mischung nicht schädlich.

Zusammenfassung

Mit Prävention und regelmäßiger Reinigung lassen sich Milben im Hühnerstall gut auf einem minimalen Stand halten.

Selbstverständlich sollten Sie Ihre Hühner auch stets aufmerksam beobachten und ihr Gefieder vorsorglich kontrollieren. Vielleicht ist auch nur eines Ihrer Hühner betroffen! So können Sie schon bei den ersten Anzeichen handeln.

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