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Hühnerhaltung – die rote Vogelmilbe erkennen und bekämpfen

Die rote Vogelmilbe (lat. Dermanyssus gallinae) ist ein Außenparasit, der weltweit Hühner, Wasservögel und Tauben befällt. Besonders Wildvögel sind oft Opfer dieses Ektoparasiten. 

In der Hühnerhaltung tritt die rote Vogelmilbe am häufigsten bei Legehühnern auf und beeinträchtigt die Gesundheit und die Legeleistung der Tiere. Die Folgen können gravierend sein, denn im schlimmsten Fall können Ihre Hühner an den Folgen des Milbenbefalls sterben.

Bei uns finden Sie die besten Tipps, wie Sie als Hühnerhalter die rote Vogelmilbe bekämpfen können und wie Sie einfach vorbeugen können.

Rote Vogelmilbe Symptome

Beobachten Sie Ihre Hühner aufmerksam! Wenn die rote Vogelmilbe sich vermehrt an Ihren Hühnern zu schaffen macht, ist das als erstes am Verhalten Ihrer Tiere zu erkennen. Die Hühner verhalten sich außergewöhnlich unruhig und erscheinen nervös. Besonders junge Hühner und schwächere ältere Tiere leiden unter den Ektoparasiten.

Wer nicht eingreift sobald die ersten Anzeichen da sind, riskiert, dass die Hühner viel Blut durch den Milbenbefall verlieren. Daran können sie im schlimmsten Fall sogar sterben. Stark befallene Hühner verlieren an Körpergewicht und die Kämme und Kehllappen dieser Tiere sind blass. Durch den mit dem Blutverlust einhergehenden Eisenmangel leiden sie an Anämie.

Gibt es im Gefieder blutige oder aufgekratzte Stellen, und fehlen vielleicht stellenweise Federn? Möglicherweise hat sich das Huhn selbst gekratzt, um den Juckreiz zu bekämpfen. Unter den Flügeln und am Hals sind besonders häufig kahle Stellen zu finden.

Der Stress irritiert die Hühner so sehr, dass sich ihr Verhalten dramatisch verändert. Manche Hühner werden so unruhig, dass sie sich gegenseitig angreifen und durch Federpicken verletzen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Kannibalismus kommen.

Ein weiteres Anzeichen für einen Befall durch die rote Vogelmilbe ist, dass Hühner ihre Eier nicht mehr in das Legenest legen, sondern an anderen Stellen im Stall. Sie versuchen, den im Nest lauernden Parasiten zu entkommen.

Wenn auf den Eierschalen kleine rote Blutstropfen zu sehen sind, sollten Sie ebenfalls handeln. Außerdem kann der Eidotter eine schwächere Farbe als gewohnt haben. Auch das ist bei jüngeren Hühnern ein deutliches Indiz für Milbenbefall.

Klar ist auch: generell wird die Legeleistung bei hohem Milbendruck nachlassen. Wenn es Ihren Hühnern schlecht geht, legen sie weniger Eier oder stellen das Legen im schlimmsten Fall ganz ein!

Rote Vogelmilbe erkennen – Milben, Federlinge und andere Schädlinge

Es gilt zu beachten, dass sich auch andere Schädlinge durch unruhiges Verhalten bei Ihren Hühnern bemerkbar machen. Hühnerflöhe, Federlinge, Zecken und andere Milben wie Feder- und Hautmilben stressen die Tiere spürbar. Einige von ihnen saugen ebenfalls das Blut, was zu Eisenmangel, Verhaltensänderungen und verringerter Legeleistung führt.

Die rote Vogelmilbe hat aber eine besondere Eigenschaft! Sie ist nachtaktiv. Während des Tages hält sie sich in ihren Verstecken im Stall auf, also in kleinen Spalten und Löchern, und nachts krabbelt sie dann auf die Hühner.

Während andere Milbenarten tagsüber aktiv sind und somit direkt auf dem Huhn entdeckt und bekämpft werden können, muss beim Befall durch die rote Vogelmilbe der ganze Hühnerstall großräumig von ihr befreit werden.

Besonders die nordische Vogelmilbe kann im ersten Moment leicht mit der roten Vogelmilbe verwechselt werden. Aber im Gegensatz zur roten Vogelmilbe ist die nordische Vogelmilbe am Tag aktiv. Sie lebt also auf dem Wirtshuhn. Wenn Sie unter den Flügeln eines betroffeneren Tieres Milben finden, könnte es sich um die nordische Vogelmilbe handeln.

Wo finde ich die rote Vogelmilbe im Hühnerstall?

Damit die nächtliche Wanderung zu den Hühnern kurz ist, hält sich die rote Vogelmilbe auch tagsüber ganz in der Nähe auf (in einem Umkreis von einem Meter!) – aber meistens ungesehen! Sie finden sie dort, wo das Geflügel sitzt, Eier legt und Zeit verbringt: an und unter Sitzstangen, Legenestern usw.

Die regelmäßige Reinigung ist absolut notwendig, besonders an den viel von den Hühnern frequentierten Orten. Auch das Dämmmaterial des Hühnerstalls bietet den Ektoparasiten ein gutes Versteck.

Zur Vorbeugung ist es wichtig, Ritzen und Spalten zu vermeiden oder mit Silikon zu füllen, damit die Milben dort keinen Unterschlupf finden, und vor allem keinen Platz um unentdeckt Eier zu legen.

Bei welchen Temperaturen kommen rote Vogelmilben?

Die Milbeneier überleben auch eisige Temperaturen im Winter, und weil sie gut versteckt von den erwachsenen Tieren abgelegt wurden, schlüpfen sie dann bei steigenden Temperaturen ab 10 °C im Frühling/Frühsommer.

Nach dem Schlüpfen können Sie rote Vogelmilben kaum finden, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch extrem klein (weniger als 1 mm groß) sind – also kaum zu erkennen. Erst nachdem sie das Blut eines Huhns getrunken haben, verfärben sie sich von grau zu rot-bräunlich. Daher kommt übrigens auch der Name der roten Vogelmilbe.

Je nach Temperatur und Nahrungsangebot variiert auch die Lebensdauer der Milben.

Wenn die rote Vogelmilbe ungestört das Blut eines Huhnes trinken kann, kann sie bei bis zu 15 °C mehr als ein halbes Jahr alt werden. Temperaturen über 20 °C reduzieren zwar die Lebenserwartung der Plagegeister, aber sie vermehren sich dabei schneller.

Auch die Luftfeuchtigkeit im Hühnerstall, speziell im Winter, spielt eine große Rolle: Je feuchter, desto bessere Überlebenschancen für die rote Vogelmilbe. Daher ist viel Lüften und eine geringe Feuchtigkeit extrem wichtig im Kampf gegen die Milbe.

Die rote Vogelmilbe bekämpfen

Mit einigen Hausmitteln können Sie gezielt das betroffene Huhn behandeln. Ebenso empfiehlt es sich grundsätzlich, Ihren Hühnern zur Milbenvorsorge und Milbenbehandlung ein Staubbad mit Cumbasil Mite anzubieten. Mit dieser äußerst effektiven Maßnahme können Sie nicht nur Milben bekämpfen, sondern Sie ermöglichen Ihren Hühnern auch ihr natürliches Verhalten – das Hudern.

Zusätzlich zur Anwendung von Cumbasil Mite empfehlen wir auch Blood Shield gegen die rote Vogelmilbe. Dieser Kräuterextrakt wird dem Trinkwasser bei akutem Befall über einen Zeitraum von 7 Tagen täglich beigemischt. 

Blood Shield verhilft Ihren Hühnern zu besserem Schlaf und fördert die Erholung. So können sich die Knochen, der Darm und der Verdauungstrakt Ihrer Hühner regenerieren. Und bei vorsorglicher Anwendung einmal in der Woche sind die Tiere zukünftig gesünder und weniger angreifbar für Parasiten.

Egal ob Sie aktuell mit der roten Vogelmilbe oder anderen lästigen Insekten im Hühnerstall zu kämpfen haben, mit regelmäßiger gründlicher Reinigung und achtsamem Verhalten können Sie das Problem bekämpfen und Milben reduzieren.

Lesen Sie dazu auch unsere Blog Artikel mit 6 einfachen Schritten zu Frühjahrsputz im Hühnerstall und Milben im Hühnerstall vorbeugen, um Milbenbefall zu behandeln und vorzubeugen.

Hühnerhaltung: Die rote Vogelmilbe und der Mensch

Die rote Vogelmilbe kann auch den Menschen befallen! Ein Stich der Milben verursacht einen starken Juckreiz, Quaddeln und gerötete Hautstellen. Die rote Vogelmilbe trinkt auch das Blut von Hunden, Katzen und anderen Säugetieren. Besonders wenn nicht genug Stammwirte, also Hühner oder Vögel, zu finden sind, sucht sich der Ektoparasit einen anderen Wirt.

Aber laut wissenschaftlicher Untersuchungen kann die rote Vogelmilbe durch das Trinken des Blutes von Säugetieren zwar überleben, aber sie kann nur mit Geflügelblut Eier legen. Das bedeutet: Eine Vermehrung der Hühnermilbe wird durch Menschenblut nicht ermöglicht.

Achten Sie dennoch zum Schutz Ihrer Hühner auf sehr gründliche Hygiene! So gut und häufig Sie den Stall auch reinigen, wenn Sie selbst den Parasiten bei jedem Besuch im Hühnerstall wieder mitbringen, wird er sich immer wieder verstecken und einnisten. Waschen Sie die Kleidung, die Sie tragen regelmäßig und lagern Sie Jacken, Stiefel und Werkzeuge, Pinsel und Verlängerungskabel usw. in sicherer Entfernung zu Parasiten.

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