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Hühnerrassen für Anfänger

Wer als Anfänger das erste Mal Hühner kaufen möchten, sollte sich zuerst einen guten Überblick über die verschiedenen Rassen verschaffen. Wenn Sie sich gründlich überlegen, was Sie erwarten, werden Sie später viel Freude an der Hühnerhaltung haben.

Mit beinahe 200 gelisteten Rassen kann die Auswahl eingangs überwältigend erscheinen. Aber mit etwas Recherche reduzieren Sie die Auswahl schnell und finden die Hühnerrasse, die zu Ihnen passt. Wir stellen Ihnen eine Auswahl an Rassen vor, die bestens für Unerfahrene geeignet sind.

Vor dem Hühnerkauf

Zuallererst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, aus welchem Grund Sie Hühner anschaffen möchten. Geht es Ihnen darum, sich und Ihre Mitmenschen mit vielen frischen Eiern zu versorgen? Oder geht es Ihnen um das Fleisch?

Zudem stellt sich beim Hühnerkauf die Frage nach Ihrem Erfahrungsschatz. Einige Hühnerrassen sind pflegeleichter als andere und daher besser für Anfänger geeignet. Sie sind leichter zu halten als beispielsweise Kampfhuhnrassen, die mehr Expertise erfordern und von Haltern gekauft werden sollten, die sich schon gut mit Hühnern auskennen.

Und schlussendlich müssen Sie sich auch die Frage stellen, welche Kriterien Ihr Grundstück erfüllt? Wie viel Platz steht Ihren Hühnern im Stall und im Auslauf zur Verfügung? Vielleicht sind die kleineren Zwerghuhnrassen eine gute Option für Sie.

Welche Rasse für Einsteiger?

Wenn Sie nun also Ihre Wünsche und die Voraussetzungen, die Sie erfüllen, konkretisiert haben, können Sie aus einer riesigen Zahl an Rassen auswählen. In jeder Kategorie von Hühnern, ob Lege-, Fleisch- oder Zwiehuhnrassen, gibt es jene, die besser für Anfänger geeignet sind als andere.

Letztere, auch als Zweinutzungsrassen bekannt, können als Mittelweg zwischen Lege- und Fleischhühnern bezeichnet werden und sind daher gut für Einsteiger geeignet.

Ideal für Hühnerneulinge sind allgemein Rassen von ausgeglichenem und ruhigem Naturell. Sie sollten nicht allzu anfällig für Krankheiten sein und auch Temperaturschwankungen gut verkraften können.

Tipp: Legen Sie sich nicht direkt auf eine bestimmte Rasse fest und bleiben Sie offen. Im Allgemeinen empfiehlt es sich eher einen Züchter in der näheren Umgebung anzusprechen, als für eine bestimmte Rasse durchs ganze Land zu fahren. So ersparen Sie den Hühnern Stress durch einen langen Transport.

Legerassen für Anfänger

Bielefelder Kennhühner:
Diese für Anfänger gut geeignete Rasse ist eine recht neue Züchtung. Erst 1980 wurde sie in den Index des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter aufgenommen. Bis zu 230 Eier mit brauner Schale können Hennen pro Jahr legen. Sie ertragen verschiedene Wetterbedingungen gut und sind ruhig und anhänglich. Auch im Winter legen sie einige Eier.

Araucanas:
Araucana Hennen legen bis zu 180 Eier im Jahr – und diese sind türkis! Dadurch sind sie eine Besonderheit, die manch einen Anfänger begeistert. Hühner dieser Rasse laufen gerne und viel im Auslauf umher, um nach Futter zu suchen. Ein mindestens 1,5 Meter hoher Zaun ist ratsam. Sie sind sehr friedlich und unempfindlich.

Barnevelder:
Diese niederländische Rasse ist ebenfalls gut für Neulinge geeignet, weil sie zutraulich und ruhig ist. Weil Barnevelder nicht gerne fliegen, ist viel Platz, aber kein hoher Zaun nötig. Ihre Eier sind dunkelbraun. Hennen legen auch im Winter Eier, wenn auch weniger als im Sommer; bis zu 180 jährlich sind möglich.

Fleischrassen für Anfänger

Cochins:
Diese Rasse aus Asien hat ein dickes, weiches Federkleid. Dadurch ist kaltes Wetter kein Problem für Cochins. Weil sie sehr träge sind, sind weder allzu viel Platz noch eine hohe Umzäunung nötig – aber der Boden sollte gepflegt und trocken sein. Hennen werden bis zu 4,5 kg, Hähne bis 5,5 kg schwer. Ganz nebenbei können Hennen noch auf 120 Eier pro Jahr kommen.

Orpingtons:
Orpingtons mit ihrem Ursprung in England gibt es in ca. 12 Farbschlägen. Hähne erreichen ein Gewicht von maximal 4,5 kg, Hennen 3,5 kg. Diese Hühner gewinnen schnell an Körpermasse und sollten nicht zu viel Futter bekommen. Schon bei normaler Fütterung sind sie sehr träge und brauchen nicht viel Platz im Stall oder im Auslauf. Sie sind sehr robust und legen jährlich – und auch den Winter hindurch – 180 Eier.

Brahmas:
Anders als viele Fleischrassen sind Brahma Hühner sehr lebendig und aktiv. Im Auslauf laufen sie schnell und suchen nach Futter. Davon brauchen sie übrigens wegen ihrer Größe viel. Hähne werden bis zu 5 kg schwer und Hennen können 4,5 kg erreichen. Sie kommen gut mit niedrigen Temperaturen klar und sind zutraulich.

Zwiehühner für Anfänger

Ramelsloher:
Ramelsloher Hühner kommen ursprünglich aus dem Norden Deutschlands. Seit den 1870er Jahren ist diese Rasse beliebt. Hennen legen auch im Winter Eier, jährlich werden es bis zu 170. Hähne erreichen ein Körpergewicht von bis zu 3 kg, Hennen bis 2,5 kg. Sie können auch niedrige Temperaturen gut verkraften. Wenn reichlich Auslauf vorhanden ist, suchen sie sich ihr Futter gerne selbst.

Sussex:
Wie der Name schon sagt, stammt diese Rasse aus Südengland. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Züchtung als Zwiehuhnrasse geschätzt. Mit bis zu 4 kg bei Hähnen und 3 kg bei Hühnern können sie gut zum Schlachten gehalten werden – und sie sind flugfaul, wodurch ein hoher Zaun nicht nötig ist. Hennen legen höchstens 180 Eier im Jahr. Sussex Hühner sind sehr ruhig und anhänglich.

Welsumer:
Hühner dieser rötlichen bis orange gefiederten holländischen Rasse sind sehr robust und eigenständig. Auch kaltes Wetter kann ihnen nichts anhaben, wodurch der Stall sehr simpel sein darf. Der Auslauf dagegen sollte großzügig sein, damit die aktiven Welsumer ihr Futter selbst finden können. Welsumer Hennen legen bis zu 160 Eier im Jahr und erreichen ein Gewicht von maximal 2,5 kg. Hähne werden über 3 kg schwer.

Weitere Zwiehuhnrassen für Einsteiger:

  • Wyandotten und Amrocks aus Nordamerika mit hoher Legeleistung
  • Altsteirer, die jährlich bis 180 Eier mit elfenbeinweißer Schale legen
  • Die Winterleger Sundheimer mit einer Legeleistung von 220 Eier im Jahr
  • Vorwerk, eine unempfindliche und freundliche Rasse aus Deutschland

Hybride

Auch Hybride können für Anfänger gut geeignet sein. Diese für die industrielle Haltung gedachten Mischungen aus verschiedensten Rassen legen bis zu 320 Eier im Jahr und sind äußerst robust. Wer allerdings Hühner einer bestimmten Rasse halten oder gar züchten möchte, ist bei Hybriden an der falschen Adresse.

Kann ich Hühner verschiedener Rassen miteinander halten?

Wenn Sie neue Hühner zu Ihrer Herde hinzufügen möchten, sollten Sie immer mindestens zwei neue Tiere anschaffen. Diese sollten sich schon eine Zeit lang kennen und aneinander gewöhnt sein. Dann klappt in aller Regel und mit etwas Geduld die Eingewöhnung und Annahme gut. Dieses gilt übrigens unabhängig von der Rasse!

Grundsätzlich können Sie Hühner verschiedener Rassen zusammenhalten. Allerdings ist es ratsam darauf zu achten, dass die Tiere in etwa die gleiche Körpergröße haben, damit das Zusammenleben friedlich verläuft.

Oder doch eine Zwergrasse?

Die meisten gängigen Hühnerrassen gibt es auch als Zwergzüchtung. Mit deutlich niedrigeren Anforderungen an die Fläche des Stalls und des Auslaufs sind sie für viele Hühnerfreunde geeignet. Und sie stehen ihren großen Cousins und Cousinen in Sachen Schönheit in nichts nach!

Wer sich allerdings viele und große Eier oder viel Fleisch wünscht, ist bei den um die 90 gelisteten Zwergrassen natürlich an der falschen Adresse. Als Zierhühner dagegen sind sie eine tolle Alternative – speziell für Neulinge in Sachen Hühner.

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